Freiflächen Erhalten – Analyse der “Sozialwohnungen”
Die Münchner Wohnen GmbH präsentiert sich gern als kommunaler Schutzwall gegen den Wohnungsmangel. Sie verweist auf über 71.000 verwaltete Wohnungen, auf Neubauzahlen, die nachhaltige Entlastung bringen sollen, und auf ihr Selbstverständnis als „Garantie für günstigen Wohnraum“. Doch wer genau hinsieht, erkennt ein System, das trotz öffentlichem Mittel und kommunalem Eigentum kaum in der Lage ist, seine eigenen Ziele zu erreichen – und das die Verantwortung für strukturelle Versäumnisse auf die wenigen noch vorhandenen Freiflächen im Stadtgebiet abwälzt. Dabei wird häufig ausgeblendet, dass die Münchner Wohnen als privatisiertes Unternehmen organisiert ist: Mit entsprechenden Managementstrukturen, in denen teilweise Standards im hohen sechsstelligen Bereich gezahlt werden, fließen erhebliche Mittel in die Verwaltung statt in dringend benötigte Renovierungen oder in ausreichendem Personal wie Hausmeister und Handwerker.
