Candidplatz: Wird aus der Freifläche bald Bauland? +++ Wichtige Anwohneranträge bleiben seit 2 Jahren unbeantwortet
Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
EINLADUNG BEZIRKSAUSSCHUSS
Candidplatz: Wird aus der Freifläche bald Bauland? +++ Wichtige Anwohneranträge bleiben seit 2 Jahren unbeantwortet
Am südlichen Candidplatz liegt eine große unbebaute Fläche, die der Stadt gehört – einst als Parkplatz vorgesehen, heute ein wichtiger Freiraum für Sport, Spiel und Begegnung. Doch wie lange noch? Die Stadt prüft neue Nutzungsmöglichkeiten, darunter auch Wohnungsbau.
Am Mittwoch, 12. März, stellt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung eine Machbarkeitsstudie vor. Die Bürger*innen können sich informieren – und ihre Meinung äußern.
– Wo? Städtische Sporthalle, Säbener Straße 49
– Wann? 18–21 Uhr
– Eintritt frei, keine Anmeldung nötig
Die Studie zeigt mögliche Bebauungskonzepte, aber auch Fragen zum Lärmschutz und zur Zukunft der bestehenden Freizeitflächen stehen im Raum. Wie viel von dem heutigen Freiraum bleibt erhalten? Welche Interessen stehen im Vordergrund? Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, mit Fachleuten und dem Bezirksausschuss darüber zu diskutieren. Wer mitreden will, sollte dabei sein.
Der Investor des „Candid-Tors“ hat von Anfang an die städtische Fläche, auf der sich momentan der Skate-Park, der Basketball- und Bolzplatz und der Interimsbau für das städtische „Haus für Kinder Schönstraße 9“ befindet, in seine vorgelegte Planung einbezogen.
Zum einen fragen wir uns: sollen Kosten von der Allgemeinheit – also von uns allen – getragen werden, obwohl sie privat finanziert werden müssten?
Und zum anderen: soll das geplante Bauvorhaben „Candid-Tor“ unter Verwendung von städtischen Flächen in seiner geplanten Form „gerettet“ werden?
Denn, wenn das „Candid-Tor“ in diesem geplanten Ausmaß käme, müssten z. B. entsprechend viele Parkplätze vom Investor gebaut werden und das lässt sich auf dem Areal mit dem Ärztehaus etc. des Investors nicht ohne Weiteres machen.
Offene Fragen zum Candidtor: Wichtige Anträge bleiben unbeantwortet
Auf der Einwohnerversammlung am 13. Juli 2022 wurden zahlreiche Anträge zum geplanten Neubau am Candidtor gestellt – viele davon blieben inhaltlich unbeantwortet. Dabei ging es um zentrale Fragen wie:
- Auswirkungen auf das Ökosystem
- Ganzjähriges Sonnenstandsgutachten
- Windschutz- und Lichtverschmutzungsmessung
- Lärmpegelanalyse vor und nach dem Bau
- Nachhaltigkeits- und Energiekonzept
- Bedarfsstudie für Untergiesing
- Höhe des Neubaus
- Einsicht in das Mobilitätskonzept des Investors
Wann wird es konkrete Antworten geben? Wie werden die Anliegen der Bürger*innen berücksichtigt? Viele offene Fragen – und bisher wenig Klarheit.
Wir meinen: Gäbe es endlich Fakten zu Lärm und Luftverschmutzung hier am Candidplatz, so würde eindeutig klar, dass es die einzige Aufgabe der Stadtverwaltung ist, dort für weniger Verkehr zu sorgen, für mehr Grün, aber ganz sicher nicht für ein Hochhaus.
Auch die Freifläche sollte als Rückzugsort für Kinder und Jugendliche erhalten bleiben. Allerdings gibt es Pläne, den Skatepark und den Basketballplatz unter die Candid-Brücke zu verlegen – also auf die städtischen Flächen am nördlichen Candid-Tor. Dabei müssen unbedingt die aktuellen Nutzer:innen befragt werden:
- Reicht der Platz für etwa 30 Kinder?
- Ist der Bereich sicher und einladend?
- Haben alle Anlagen – Skatepark, Basketball- und Bolzplatz – dort ausreichend Raum?
Diese Fragen – vor allem die Fragen der Nutzer:innen – sollten vor weitreichenden Entscheidungen unbedingt geklärt werden.