Stadtratssitzung am 3. Dezember 2025 – Stand Candidtor

Am vergangenen Mittwoch, den 3.12.2025, hat der Münchner Stadtrat erneut über das geplante Bauprojekt „Candidtor“ beraten. Eine Entscheidung wurde jedoch verschoben – der neue Termin für die Abstimmung ist der 14. Januar 2026.

Parallel dazu verdichten sich die Hinweise, dass sich die Starnberger Immobilieninvestmentgesellschaft Ehret & Klein in Teilen aus dem Projekt zurückgezogen haben könnte. Diese These wird dadurch gestützt, dass es laut Northdata in der eigens gegründeten Candid GmbH zu einer Veränderung in der Unternehmensführung gekommen ist. Genauer: Michael Ehret ist nicht mehr Geschäftsführer dieser GmbH mit Sitz im Steuerparadis Grünwald. Eine offizielle Bestätigung seitens der beteiligten Unternehmen gibt es aktuell zwar noch nicht und auf der Webseite des Candidtors wird Ehret & Klein immer noch als Teilhaber aufgeführt, doch die Veränderung in der Firmenstruktur ist durchaus bemerkenswert.

Für “Candidplatz für alle“ wäre ein solcher Rückzug eines Investors ein weiterer Erfolg: Ohne Ehret & Klein könnte sich das Projekt noch mehr verzögern. Es dürfte lange dauern, bis Ersatz gefunden wird – insbesondere angesichts der stark gestiegenen Baupreise und Finanzierungsbedingungen. Damit erhöht sich die Chance, dass das Projekt entweder deutlich kleiner ausfällt, komplett neu geplant werden muss – oder im besten Fall gar nicht weiterverfolgt wird.

Ob die oben erwähnte These nun stimmt oder ob es nur Buchhaltertricks von Finanzjongleuren sind: wichtig bleibt, dass wir als Initiative weiterhin aufmerksam bleiben, den Prozess begleiten und uns aktiv einbringen. Je sichtbarer unser Engagement, desto schwieriger wird es, ein Projekt dieser Größe gegen die Interessen der Nachbarschaft durchzusetzen.

1 Kommentar
  1. Martin Obstler
    Martin Obstler sagte:

    Es ist wirklich eine Unart der heutigen Gesellschaft, sich immer über alles und jedes Neue so zu echauffieren, als habe man selbst immer Recht. Dieser Artikel ist der nächste Tiefpunkt dieser Webseite. Es ist doch völlig normal für eine Weltstadt wie München, dass Investoren neue Bauvorhaben planen und umsetzen, wem das nicht passt, der sollte sich vielleicht mal überlegen, in eine andere (kleinere) Stadt oder aufs Land zu ziehen. Aber immer nur meckern über die Verteuerung bringt überhaupt niemanden weiter. Warum sollten die Eigentümer der Wohnungen und Häsuer in Untergiesing (und das sind in erster Linie keine Investoren, sondern normale Bürger, die sich über die Jahre etwas aufgebaut haben) denn auch etwas gegen eine Aufwertung des Viertels haben? Seit Jahren fehlt am Candidplatz ein großer Supermarkt, aber anstatt das Vorhaben zu unterstützen, dass dies nun hoffentlich im (alten) Candidtor realisiert werden kann, wird selbst dagegen scharf geschossen und der Kulturverein schlecht geredet. Das ist so heuchlerisch. Ich könnte noch weiter ausführen, aber es bringt eh nichts, weil die Macher dieser Webseite verblendet sind und nur ihre eigene, bornierte Meinung durchdrücken möchten.

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert