Ärztehaus-Abriss schon geplant? Machen Investor und Stadt gemeinsame Sache gegen die Bürgerinnen und Bürger?

Vor einigen Tagen erreichte uns ein Brief – ein Nachbar war bei Dr. Treusch im Ärztehaus zur Behandlung und hat mitbekommen, dass der Abriss es Ärztehauses schon abgemachte Sache ist.

“Ein Zettel lag aus mit der Ankündigung, dass sie ihre Praxis aufgibt, ihre Nachfolgerin ist dann ab 1.1.2024 im Gebäude gegenüber, Candidplatz 11. Warum,  hab ich gefragt?? Weil sie raus muss und das Gebäude abgerissen werde, wegen dem Candid-Tor, das sei alles schon geplant bzw. ihr so mitgeteilt worden!!!”

Diese Nachricht ist äußerst beunruhigend, denn zur Erinnerung: der Investor darf seine geplante Höhe des „Candidtors“ nach aktuellem Bebauungsplan gar nicht bauen.  Erst im Dezember – so teilte man uns mit – solle eine Entscheidung von der Stadt dazu gefällt werden. Hier scheint also etwas ganz und gar nicht richtig zu laufen.

Bis Dezember passiert gar nix – so teilte man es den Bürgerinnen  und Bürgern mit.  Unsere Fragen zum “Candidtor” aus der Einwohner- und Bürgerversammlung wurden seit über anderthalb Jahren nicht beantwortet. Man würde sie uns  erst gemeinsam mit einem Beschluss, der Stadt, ob der Investor hier seine Planung durchsetzen darf, im Dezember mitteilen.

Seit über einem Jahr Schweigen

Antworten auf ernsthafte Fragen zum Thema Privatisierung unserer Gesundheit, dem Zuschuss an Lärm, Abgasen, der Umweltzerstörung, erst mit dem Beschluss zu beantworten, gleicht sowieso einer Farce. Es wird unmöglich gemacht, auf Basis der Antworten ernsthaft zu diskutieren. Wir vermuteten schon damals – hier sollen unangenehme Wahrheiten vom Tisch geschoben werden. Mit dem gleichzeitigen Beschluss im Dezember sollen unverrückbare Fakten geschaffen werden.

Nun plant der Investor also schon ganz ungeniert und öffentlich den Abriss – vor irgendeinem uns mitgeteilten Beschluss der Stadt im Dezember. Bevor er also, laut unserer Politik, eigentlich Bescheid wissen sollte, ob er überhaupt höher bauen darf! Diese Taktik ist schon vom Uhrmacherhäusl bekannt: Erst abreissen und Tatsachen schaffen, dann ist auch die günstige Entscheidung nicht weit.

Politik für Unternehmer, gegen Giesingerinnen und Giesinger?

Die Frage ist aber nun: plant der Investor das ganz offen und dreist, obwohl auch er erst tatsächlich im Dezember die Antwort der Stadtplanung bekommt, ob er denn einen neuen Bebauungsplan überhaupt bekommt? Oder hat hier die Stadtplanung mit dem Investor gemeinsame Sache gemacht und ihm schon längst unter der Hand kommuniziert, er dürfe abreissen? Es scheint kaum ergiebig, dass der Investor abreißt, nur um auf der gleichen Höhe bauen zu dürfen.

So oder so – die Stadt muss zum Abriss befragt werden. Denn entweder, sie wird hier an der Nase herumgeführt, oder führt uns Bürgerinnen und Bürger an der Nase herum. Beides wollen wir nicht unkommentiert lassen. Wir fragen bei der Stadt nach – und bitten euch ebenso darum, genau dies zu tun.

Bitte ruft an, schreibt eine Mail!

  • Prof. Elisabeth Merk (Referat für Stadtplanung und Bauordnung; Blumenstr. 28 b, 80331 München, E-Mail: s.plan@muenchen.de)

Servicetelefon Bürgerbüro: +498923396000

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